Bodega Mesquida Mora

Barbara Mesquida war es leid, den vorgegebenen Weg der väterlichen Bodega zu gehen – und deshalb machte sie alles anders. Im Jahre 2012 begann sie mit der ersten Lese. Sie plante die neue Weinwerkstatt mit Hilfe einer 2-Euro Münze, die einen Edelstahltank symbolisierte. Das Geldstück wurde auf dem Zeichenpapier so oft dicht an dicht gelegt, bis die gewünschte Anzahl an Behältern erreicht war und somit die Abmessung der neuen Weinwerkstatt feststand. Innerhalb von zwei Monaten wurden die Pläne umgesetzt und die neue Produktionshalle war einsatzbereit.
Genauso zügig kam auch der Erfolg. Die Frau mit dem Hang zu auffälligen Brillen gilt als Überfliegerin in der Winzerszene. Sie hat sieben Weine im Programm. „Für jeden Tag einen“, meint sie schmunzelnd. „Daher habe ich auch keinen Lieblingswein“, antwortet sie auf unsere Frage nach ihrem Favoriten. Für Barbara ist der Grund ihres Erfolges klar: „Es hat alles einen Grund“. Seit 2007 beschäftigt sie sich mit biologisch-dynamischem Weinanbau, der auf den anthroposophischen Grundsätzen von Rudolf Steiner beruht. Für den einen Hokuspokus, für sie die Grundlage von allem. Sie hat einen strengen Plan für ihre Reben, es wird nichts dem Zufall überlassen.
Auch ihre sorgsam gewählten Namen für die Weine haben eine tiefgründige Bedeutung. Es ist wie ein Puzzlespiel, bei dem alles am Ende zusammen passt. Es ist schon viel bewegt worden bei Mesquida Mora, aber die Zukunftspläne von Barbara sind noch groß. „Ich möchte auf dem Gelände der Bodega ein „Refugi“ für biologischen Anbau, Tier und Mensch schaffen“. Bis dahin ist es noch ein steiniger Weg. Wir werden ihn verfolgen.

Bodega Mesquida Mora
Camí de Sant Joan
07260 Porreres